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2:3 gegen FC Kray
Der SC Wiedenbrück muss weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Gegen den Aufsteiger FC Kray unterlag die Mannschaft von Trainer Markus Reiter am Dienstagabend vor 586 Zuschauern unglücklich mit 2:3.Nach zwei Spieltagen ohne Punkt muss der SCW nun am Samstag zum FC Schalke II, der mit sechs Punkten in die Serie gestartet ist. Besonders bitter: Kapitän Mariusz Rogowski verletzte sich am Unterschenkel und verließ humpelnd den Rasen. Der 2. Kapitän Carsten Strickmann ging nach Gelb-Roter Karte in den Schussminuten vorzeitig vom Platz und steht am Samstag definitiv nicht zur Verfügung.
Dabei hatte es so gut angefangen. Zwar gingen zunächst die Gäste durch Philipp Schmidt in Führung. Der wurde nach einem Einwurf im Strafraum angespielt und nutzte eine unübersichtliche Situation aus, als er im Fallen aus 12 Metern abzog und Marcel Hölscher unten rechts auf dem falschen Fuß erwischte. Die Wiedenbrücker nutzten wenig später ihre erste Torchance zum Ausgleich: Semih Daglar stürmt aufs Tor zu, der Ball wird abgewehrt, geht nach rechts außen von wo Nick Brisevac ins Zentrum flankt. Marwin Studtrucker ist dort völlig frei, wird nicht angegriffen und zieht unvermittelt aus 15 Metern mit sattem Spann ins Tor zum 1:1 (22. Minute). Kurz darauf gibt’s noch zwei gute Möglichkeiten durch 18-m-Freistöße, aber die Mauer des FC Kray wehrt ab. Kray kassiert dabei aber die erste „Gelb-Rote“ (30. Minute).
Seitenwechsel gelingt Studtrucker, der bereits in Leverkusen ein Tor erzielt hatte, sogar der Führungstreffer zum 2:1 (52. Minute). Die Situation ist fast die gleiche: Brisevac flankt diesmal von links, Studtrucker zieht aus 12 Metern unhaltbar ab. Die Wiedenbrücker, die nach Spielanteilen durchaus den Ton angaben, sind noch im Freudentaumel, da hat der FC Kray bereits den Gegenzug eingeleitet und wieder ist es Philipp Schmidt, der für den Essener Club ein Tor markiert (53.). Als kurz darauf ein unglücklicher Rückpass des für Rogowski eingewechselten Kücükyacgi über den weit vor dem Tor stehenden SCW-Keeper Hölscher hinweg den Weg ins Tor zum 2:3 findet, nimmt die Partie eine Wende (62.). Nun gelingt den Wiedenbrückern fast gar nichts mehr. Die Bemühungen, abermals den Ausgleich zu machen, versanden und dann muss auch noch „Stricki“ vom Platz und Zlatko Muhovic und der spät eingewechselte Sven Krause erhalten Gelbe Karten aufgrund von unnötigen „Schubsern“.
Situation ist für den SCW nun nicht einfach. Im Spiel nach vorn geht es schwungvoll zur Sache. Fünf Tore aus zwei Spielen sind wirklich okay. Schade nur, dass gegen die 50 Minuten lang in Unterzahl spielenden Gäste die Führung nicht durchgebracht werden konnte. Und die Kartenflut muss dringend eingedämmt werden, sonst wird’s personell in Kürze eng. Von den acht „Gelben“ die Schiedsrichter Marc Frömel verhängte, gingen fünf aufs SCW-Konto. Zu hoffen bleibt, dass „Rogo“ bald wieder fit ist. In der letzten Serie konnte den Abwehrmann nicht einmal ein Bänderriss am Fuß stoppen.
Trainerstimmen:
Dirk Wißel (FC Kray): „Wir hatten die 0:1-Niederlage gegen Schalke heute zu kompensieren. Das war richtig großes Tennis in der 1. Halbzeit. Die Arbeit gegen den Ball hat mir gut gefallen, unsere Führung war verdient. Dass wir bei einem Angriff geschlafen haben – okay. Ich war mit den Neuen einverstanden und somit positiv überrascht. Durch das Unterzahlspiel waren wir gezwungen umzustellen. Auch das haben wir gut gemacht. Das Eigentor tut mir leid für den Wiedenbrücker Spieler. Für uns war es so ein glücklicher Sieg.“
Markus Reiter (SCW): „Wir hatten heute das Paket zu tragen, einen guten 70-Minuten-Auftritt von Leverkusen verloren zu haben. Wir wollten heute dynamisch nach vorn spielen, das ist uns nur zum Teil gelungen, denn wir wollten auch routiniert den Ball halten. Wir sind dann verdient 2:1 in Führung gegangen, hatten gute Möglichkeiten das Spiel zu gestalten. Wir müssen bedenken, dass dann Rogowski und später Strickmann ausgefallen sind. Wir sind enttäuscht über das Ergebnis. Wir sind jetzt mit zwei Niederlagen gestartet, das hatten wir uns anders vorgestellt. Studtrucker hat heute gut gespielt.“
SCW 2000: Hölscher – Kasela Mbona (74. Jansen), Heermann, Rogowski (29. Kücükyagci) – Strickmann, Kerr, Hyde, Daglar (84. Krause) – Muhovic, Studtrucker.
FC Kray: O. Allouche – Ketsatis, H. Allouche, Kretschmar, Sokhan-Sanj, Immanuel (46. Knieper), Kehrmann, Milaszewski, Barra, Elouriachi (71. Zweck), Schmidt (81. Knieper).




