SCW trainiert vier Tage in Herzlake

Wenige Stunden nach dem ersten Testspielsieg beim Landesligisten SV Hövelhof am Donnerstag (1:0) ist die Regionalliga-Mannschaft des SCW am Freitagmorgen in ein viertägiges Trainingslager aufgebrochen. Zehn Übungseinheiten hat Trainer Markus Reiter dort für den 22-köpfigen Kader bis Montagabend angesetzt. Die Bedingungen im niedersächsischen Herzlake sind bestens.Einen Tag zuvor ist Preußen Münster abgereist, als der SCW am Hotel „Aselager Mühle“ vorfährt. Das „Romantik Hotel“ geniesst bei den Fußballern seit vielen Jahren einen hervorragenden Ruf. Co-Trainer Dirk Flock kennt es aus aktiver Zeit. „Bestimmt sechs Mal“ habe er in Herzlake schon trainiert, sagt der Ex-Profi. Trainer Markus Reiter kennt das Hotel ebenfalls aus vielen Besuchen und war zuletzt vor einem Jahr als Coach der VDV-Fußballer dort.

Der Rasen hinter dem Haus ist perfekt gepflegt. Die Nutzung durch die Clubs zuvor sieht man dem grünen Teppich kaum an. Wellness, Swimmingpool im Hause, der kurz geschorene, topfebene Rasen und die Ruhe in der ländlichen Region sind die Punkte, die für das Vier-Sterne-Hotel sprechen. Und natürlich: Eine große Gastfreundlichkeit, verbunden mit sportspezifischer Kompetenz. „Hier im Hotel wissen alle, wovon sie reden“, freut sich Achim Winter als Zeugwart schon wenige Minuten nach der Ankunft über die gute Vorbereitung der Bediensteten. Es gibt ein Ankleidezimmer beim Gang nach draußen, alle Wäsche und Materialkörbe lagern hier. Und die Wäsche erledigt das Hotelpersonal. Der Weg über Landstraßen ist für

Hinzufinden nach Herzlake ist für Unbedarfte allerdings nicht sooo einfach. Auch die drei Mannschaftsbullis des SCW fanden nicht den direkten Weg. „Wir hatten eine Fahrtroute und zwei Navis, aber die Angaben gingen in verschiedene Richtungen“, erklärte Beteruer Hans-Dieter („Paschi“) Paschköwitz vom ersten Abenteuer. Pünktlich begann gleichwohl das erste Training. Knapp zwei Stunden locker mit dem Ball, viele technische Übungen waren angesetzt, der Sportplatz voller Hütchen. Kurz nach Mittag kundschaftet Dirk Flock Wege aus für die frühe Einheit am Samstag. An den beiden Wochenendtagen steht dreimal Training auf dem Programm um 8 Uhr, 10.30 und 16 Uhr.

„Dieser Austausch ist enorm wichtig damit wir die Linie finden“, sagt Markus Reiter über das Trainingslager. Jedes Training wird dokumentiert. Die Schwerpunkte sind zunächst das Passspiel und die konditionelle Basis. Das unterschiedliche Niveau müsse angeglichen werden, so Reiter. „Fünf Spieler haben in Hövelhof ihr erstes Seniorenspiel gemacht“, unterstreicht Reiter an dieser Stelle, wie jung der Kader ist. 14 neue Spieler gilt es zu integrieren und auf der anderen Seite stehen mit Kevin Kerr und Sven Krause zwei Neuzugänge, die schon in der 2. Liga gespielt haben. Reiter will im Training hohe Anforderungen stellen, damit alle gefordert sind. Alle Spieler wurden im Vorfeld gewogen, vor der Abfahrt gab es einen Leistungstest („Shuttle-Run“), um Trainingsgruppen einzuteilen.

Am Sonntagist ein Grillabend geplant. Der komplette SCW-Vorstand reist am Sonntag nach Herzlake. „Der Grillabend ist gut fürs Gemeinschaftsgefühl“, sagt der Trtainer. Dann werden Trainerteam und Mannschaft Zeit finden einen Mannschaftsrat zu bilden, den Kapitän zu bestimmen und – wie in den meisten Mannschaften üblich – einen „Strafenkatalog“ festzulegen.

Am 4. August geht es dann los. Das Auftaktprogramm mit dem Auswärtsspiel bei der U23 von Bayer Leverkusen und dann dem ersten Heimspiel am 7. August gegen FC Kray findet Markus Reiter gut. „Vielleicht habe ich mir nicht unbedingt gewünscht, gegen die U23 eines Bundesligisten zu starten, aber sonst ist das Programm gut“, so der Trainer. Bis dahin sind es aber noch fast vier Wochen. Bis dahin wird also noch viel Schweiss fließen.

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